Lukas Michael Holin studierte Geschichte, Englisch und Bildungswissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz sowie an der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne. Von 2024 bis 2025 war er als Tutor und studentische Hilfskraft am Arbeitsbereich Neuere Geschichte tätig. Seit April 2025 arbeitet er dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter und ist zugleich in der Koordinationsstelle des 550-jährigen Jubiläums der Universität Mainz beschäftigt. Derzeit arbeitet Herr Holin an seinem Dissertationsprojekt über das Zusammenwirken kaiserlicher und reichsständischer Gesandter am französischen Hof in den Jahren 1679 bis 1688. Seine Forschungsinteressen liegen insbesondere in der Diplomatiegeschichte des Alten Reiches, des Königreichs Frankreich sowie der italienischen Kleinstaaten.

2018-2023Studium der Fächer Geschichte, Englisch und Bildungswissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne.
Abschluss des Bachelor of Education, Thema der Bachelorarbeit: „Nous venons vous offrir la réunion de Mayence“ – Der Empfang der Mainzer Deputation im Pariser Konvent im März 1793″. Ausgezeichnet mit dem Förderpreis rheinhessische Geschichte des Historischen Vereins Rheinhessen.
2023-2025Studium des Fachs Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Abschluss des Masters of Arts, Thema der Masterarbeit: „Demütigung, Diplomatie, Deeskalation – Der Empfang des Dogen von Genua in Versailles im Jahr 1685“. Ausgezeichnet mit dem Preis des Lions Clubs Oppenheim zur Förderung des Wissenschaftlichen Nachwuchses.
Seit August 2025Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich Neuere Geschichte am Historischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz; Koordinationsstelle des 550-jährigen Jubiläums der Universität Mainz 2027
  • Neue Diplomatiegeschichte
  • Geschichte Frankreichs
  • Geschichte der Französischen Revolution
  • Geschichte Italiens

Das Reich im Kleinen – Kaiserliche und reichsständische Gesandte am Hof Ludwigs XIV. (1679–1688)

Die Diplomatiegeschichte der Frühen Neuzeit ist bislang stark auf die einschlägigen Friedenskongresse fokussiert. Stattdessen richtet das Dissertationsprojekt den Blick auf die Funktionsweisen und Praktiken der Diplomatie jenseits solcher verdichteten Ausnahmesituationen. Beispielhaft soll dies am Zusammenwirken der kaiserlichen und reichsständischen Gesandten am Hof Ludwigs XIV. im Zeitraum zwischen dem Frieden von Nimwegen (1679) und dem Ausbruch des Pfälzischen Erbfolgekrieges (1688) untersucht werden.

Die Arbeit ist nicht als Politikgeschichte, sondern im Sinne einer Kulturgeschichte des Politischen angelegt und orientiert sich an Ansätzen der Neuen Diplomatiegeschichte. In einer bewusst akteurszentrierten Perspektive stehen die symbolischen, sozialen und kulturellen Dimensionen diplomatischer Praxis im Mittelpunkt. Argumentiert wird, dass die kaiserlichen und reichsständischen Gesandten am französischen Hof ein „Reich im Kleinen“ bildeten und im Zuge der Konflikte mit Frankreich und dem Osmanischen Reich zwischen 1679 und 1688 zunehmend zusammenrückten.

Betreuer: Prof. Dr. Matthias Schnettger

Nous venons vous offrir la réunion de Mayence – Der Empfang der Mainzer Deputation im Pariser Konvent im März 1793. In: Zeitschrift für die Geschichte Rheinhessens 3 (2026), S. 101-125 (im Erscheinen).

Tagungsbericht: Mira Schemmer und Lukas Michael Holin: Between Exchange and Expulsion – Jews and Christians in France, 1096–1394, 17.09.2024–19.09.2024 (Paris). In: H-Soz-Kult, 26.11.2024. URL: https://www.hsozkult.de/conferencereport/id/fdkn-151354.

Raum, Zeit und Person. Aktuelle Zugänge der Historischen Grundwissenschaften. In: Dialog und Austausch, 22.04.2026. URL: https://doi.org/10.58079/163us.

Kartieren, Deuten, Beherrschen. Karten als politische Machtinstrumente (15.10.2025). In: Clio auf die Ohren. Historisches Seminar der JGU Mainz.

Französische Kolonialsoldaten im Rheinland zwischen Propagandakampagne und Besatzungsalltag (31.08.2023). In: Clio auf die Ohren. Historisches Seminar der JGU Mainz.

SoSe 2026Hauptseminar Neuzeit: Zwischen Tradition und Aufbruch – 550 Jahre Universität Mainz (mit apl. Prof. Dr. Bettina Braun)