Lehrveranstaltungen im laufenden Semester

Hauptseminar Längsschnitt / Internationale Geschichte: Das europäische Zeitalter der Emanzipation der Juden und seine Gegner

Lutz Klinkhammer

Kurzname: HS.Internat.Gesch.
Kursnummer: 07.068.620

Voraussetzungen / Organisatorisches

Aufbaumodul Längsschnitt/Internationale Geschichte (M.A., M.Ed.): Dieses Hauptseminar kann im Rahmen des Moduls Längsschnitt/Internationale Geschichte besucht werden. In diesem Fall wird die Hausarbeit zwar benotet, geht aber nicht in die Modulnote ein. Die mündliche Prüfung zur Vorlesung ist die Modulprüfung.

Zusätzliche Informationen

Die propädeutischen Kenntnisse der im Hauptseminar angesprochenen Epochen werden vorausgesetzt. Das gilt auch für die geforderten Fremdsprachenkenntnisse.
Die Veranstaltung findet in der Form eines Blockseminars statt. Die Übernahme eines anschliessend zur Hausarbeit auszubauenden Referates wird erwartet. 

Empfohlene Literatur

Friedrich Battenberg, Das Europäische Zeitalter der Juden, Bd. 2: Von 1650 bis 1945, Darmstadt 1990
Pierre Birnbaum / Ira Katznelson (Hg.), Paths of Emancipation. Jews, States and Citizenship, Princeton 1995
Shulamit Volkov, Die Juden in Deutschland 1780-1918, Enzyklopädie deutscher Geschichte Band 16, München 1994
 

Inhalt

In Europa tauchte im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts zunehmend die Frage auf, ob und in welcher Form die Juden in das Staatswesen integriert werden könnten. Eine „bürgerliche Verbesserung“ der Juden sollte eintreten, insbesondere in Hinblick auf die Rechtslage. Die Minderheit sollte von menschenverachtenden Einschränkungen befreit werden und als Rechtssubjekt mit den christlichen Einwohnern des Staates gleichgestellt werden. Diese „Emanzipation“ konnte den Weg der Reform (in Österreich unter Joseph II.) wie den der Revolution (in Frankreich) nehmen. Zugleich wurde an die Juden die Erwartung gerichtet, sich an Bildung, Kultur, Habitus und Mentalität des gebildeten Bürgertums anzupassen. Die Juden, deren Andersartigkeit betont wurde, sollten „erzogen“, d.h. die bürgerlichen Normen annehmen. Dieser Ruf nach „Emanzipation“ der Juden löste in der Mehrheitsgesellschaft aber auch viele Widerstände und Gegenbewegungen aus, die in einschränkenden Gesetzen, in antijüdischen Ausschreitungen und Diskursen zum Vorschein kamen. Am Übergang zur Moderne, zwischen der Mitte des 18. und des 19. Jahrhunderts, kam es in einer Reihe von europäischen Staaten zu ähnlichen Erscheinungsformen sowie parallelen Entwicklungen, an deren Ende die Abschaffung des Ghettos und die rechtliche Gleichstellung, aber auch die Verbreitung des Antisemitismus standen.

Termine:

Datum (Wochentag)UhrzeitOrt
11.05.2017 (Donnerstag)18.00 - 20.00 Uhr01 441 P105
1141 - Philosophisches Seminargebäude
12.05.2017 (Freitag)10.00 - 13.00 Uhr04 432 Seminarraum
1331 - Verfügungsbau SB II
18.05.2017 (Donnerstag)18.00 - 20.00 Uhr01 441 P105
1141 - Philosophisches Seminargebäude
19.05.2017 (Freitag)10.00 - 13.00 Uhr04 432 Seminarraum
1331 - Verfügungsbau SB II
08.06.2017 (Donnerstag)18.00 - 20.00 Uhr01 441 P105
1141 - Philosophisches Seminargebäude
09.06.2017 (Freitag)10.00 - 13.00 Uhr04 432 Seminarraum
1331 - Verfügungsbau SB II
22.06.2017 (Donnerstag)18.00 - 20.00 Uhr01 441 P105
1141 - Philosophisches Seminargebäude
23.06.2017 (Freitag)10.00 - 13.00 Uhr04 432 Seminarraum
1331 - Verfügungsbau SB II
06.07.2017 (Donnerstag)18.00 - 20.00 Uhr01 441 P105
1141 - Philosophisches Seminargebäude
07.07.2017 (Freitag)10.00 - 13.00 Uhr04 432 Seminarraum
1331 - Verfügungsbau SB II
08.07.2017 (Samstag)10.00 - 15.00 Uhr01 718
1141 - Philosophisches Seminargebäude

Semester: SoSe 2019